Kulturstiftung-Seevetal
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„Sturm und Drang“ in der Stiftskirche Ramelsloh
Das Albis Kammerorchester eröffnet die Kammermusiktage „Piano & Strings“ – Solistin ist die Geigerin Dagmar Narbèl
Erstmals lädt die Kulturstiftung Seevetal zu einem Konzert in die Stiftskirche Ramelsloh ein. Am Sonnabend, 26. September, um 18 Uhr eröffnet dort das Albis Kammerorchester unter der Leitung von Michel Labrosse mit dem Programm „Sturm und Drang“ die diesjährige Konzertreihe „Piano & Strings – Klassik für Seevetal“. Den Solopart in Joseph Haydns Violinkonzert übernimmt die Geigerin Dagmar Narbèl. Der Eintritt ist frei.
SEEVETAL. Leidenschaft, schroffe Kontraste und ein neuer, dramatischer Ausdruck: Unter dem Titel „Sturm und Drang“ widmet sich das Albis Kammerorchester der Musik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts – einer Epoche, in der Komponisten mit freien Formen experimentierten und die Gefühlswelt in den Mittelpunkt rückten. Zu hören ist das Programm am Sonnabend, 26. September, um 18 Uhr in der Stiftskirche Ramelsloh. Es ist das erste von drei Konzerten der Kammermusiktage „Piano & Strings – Klassik für Seevetal“.
Für die Kulturstiftung Seevetal ist der Abend zugleich eine Premiere: Erstmals ist die Stiftskirche am Ramelsloher Domplatz Spielort der Reihe. „Wir freuen uns sehr, diesen ganz besonderen Ort bespielen zu können. Das Albis Kammerorchester wird den kathedralen Raum klangvoll füllen“, sagt Matthias Clausen, Vorsitzender der Kulturstiftung Seevetal.
Drei Werke in einer Tonart
Auf dem Programm stehen die Symphonie in G-Dur von Christoph Willibald Gluck, das Orchester-Quartett in G-Dur von Carl Stamitz und Joseph Haydns Violinkonzert in G-Dur (Hob. VIIa:4). Eine Besonderheit des Abends: Alle drei Kompositionen stehen in derselben Tonart. Im Mittelpunkt steht Haydns temperamentvolles Violinkonzert, das der Solostimme ebenso viel Raum für virtuose wie für gesangliche Passagen lässt.
Solistin ist die Geigerin Dagmar Narbèl, die in der Hamburger Musikszene seit Jahren präsent ist. Gemeinsam mit der Akkordeonistin Jutta Jagenteufel bildet sie das Duo „DaJú“, das sich Werke ganz unterschiedlicher Genres in eigenen, klangmalerischen Bearbeitungen zu eigen macht – von „Tango fatal“ bis zu einem Programm rund um Filmmusik.
Ehrenamtliches Ensemble von beiden Elbseiten
Das Albis Kammerorchester ist ein kleines Streicherensemble aus Amateurinnen und Amateuren, die alle ehrenamtlich musizieren. Gegründet wurde es im Pandemie-Jahr 2020 von Musikerinnen und Musikern, die sich zum Teil aus einem früheren Kirchenorchester kannten. Sie kommen von beiden Seiten der Elbe regelmäßig in Harburg zusammen; der Fluss, in alten Dokumenten „Fluvius Albis“ genannt, wurde zum Namensgeber. Unter der Leitung des französischen Dirigenten Michel Labrosse reicht das Repertoire von der Barockzeit bis zur Moderne, häufig gemeinsam mit professionellen Solistinnen und Solisten.
Ein Konzertort mit 1.200 Jahren Geschichte
Die Stiftskirche St. Sixtus und St. Sinnitius gehört zu den ältesten Kirchengründungen Niedersachsens. Ihr Ursprung geht auf das Jahr 845 zurück: Bischof Ansgar floh nach dem Überfall der Wikinger auf Hamburg und erhielt im Wald von „Hramesloa“ Land geschenkt, auf dem die erste Kirche und ein Männerstift entstanden. Die Mitglieder des Stifts nannten sich „Domherren“ und sprachen von ihrer „Domkirche“ – Bischofssitz war Ramelsloh allerdings nie. Der Platz rund um die Kirche heißt bis heute Domplatz.
Ihre heutige Gestalt erhielt die für ein norddeutsches Dorf ungewöhnlich große Kirche beim Umbau von 1887 bis 1889 zu einer neugotischen Hallenkirche mit Emporen. Erhalten blieb der spätgotische Chor mit seinen Glasmalereien von 1488, die als bedeutendste Kunstwerke der Kirche gelten. In Berichten über Konzerte in Ramelsloh wird die Akustik des Raums regelmäßig hervorgehoben – der hohe, hallige Kirchenraum trägt den Streicherklang weit.
Zwei weitere Konzerte bis November
Nach dem orchestralen Auftakt wechselt „Piano & Strings“ in die Bücherei Seevetal in Meckelfeld: Am Sonnabend, 10. Oktober, um 19 Uhr spielt dort das Duo Marais Consort mit Hans-Georg Kramer (Diskantviole) und Ingelore Schubert (Cembalo) unter dem Titel „Dansereye – Tanz mit der Orgel“ europäische Tanzmusik aus mehreren Jahrhunderten. Den Abschluss bildet am Sonnabend, 14. November, um 19 Uhr das Duo „tief & tausend“ mit Maike van Huis (Violine) und Alexander Schöppl (Klavier). Sein Programm „Nie stille steht die Zeit“ spannt den Bogen von Mozart, Bach und Bartók bis zu Filmmusik und Melodien aus Videospielen.
Der Eintritt zu allen drei Konzerten ist frei, um Spenden wird gebeten. Eine Anmeldung über die Internetseite der Kulturstiftung Seevetal ist erwünscht.
Der Termin im Überblick
„Sturm und Drang“ – Albis Kammerorchester Hamburg, Leitung: Michel Labrosse, Violine: Dagmar Narbèl
Sonnabend, 26. September 2026, 18 Uhr
Stiftskirche St. Sixtus und St. Sinnitius, Am Domplatz 8, 21220 Seevetal-Ramelsloh
Werke von Christoph Willibald Gluck, Carl Stamitz und Joseph Haydn
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten; Anmeldung erwünscht unter www.kulturstiftung-seevetal.de
Veranstalterin: Kulturstiftung Seevetal – Konzertreihe „Piano & Strings – Klassik für Seevetal“
Bildmaterial
Zwei Fotos stehen zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit dieser Ankündigung zur Verfügung:
Foto 1: Das Albis Kammerorchester Hamburg unter der Leitung von Michel Labrosse eröffnet am 26. September die Reihe „Piano & Strings“ in der Stiftskirche Ramelsloh. Foto: Marina Möhring
Foto 2: Solistin des Abends: Die Geigerin Dagmar Narbèl übernimmt den Solopart in Joseph Haydns Violinkonzert in G-Dur. Foto: Jean Narbèl
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